Dr. Rudolf van Hüllen, Extremismusforscher und langjähriger Dozent an der Hochschule der Polizei NRW, erläuterte in seinem Vortrag die jeweiligen politischen Ziele, Hauptmerkmale und Abgrenzungen verschiedener Erscheinungsformen des Extremismus von rechter, linker und islamistischer Seite.
Aufschlussreich für die Anwesenden war zu hören, dass für die Bürger durch die normale Berichterstattung vielfach undifferenzierte Darstellungen und statistische Ungenauigkeiten entstehen, die kein realistisches Bild über Art und Umfang der Bedrohungen vermitteln. Es entstehe eher Verwirrung als Information und Aufklärung.
Für die in einem demokratischen Rechtsstaat tätige Polizei sei die Herausforderung zu erkennen, welche Personen und Strukturen konkrete Bedrohungen darstellen; und wo Gewalt gegen Personen oder Sachen zu befürchten sei, auch vor dem Hintergrund sich ständig wandelnder äußerer öffentlich wahrnehmbarer Erscheinungsformen. Sorge bereite die Zunahme gesellschaftlicher Polarisierung, damit verbundene Werteverschiebung und das Anwachsen extremistischer Randgruppen.
